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Zurück in Ahmedabad, ByeBye India!
Ahmedabad bereitet sich auf Diwali vor, das Fest, das wir gerade nicht mehr erleben werden. Familienfest ein bisschen wie Weihnachten mit Lichtern und süßen Geschenken für die Kinder. Farbpulver für Mandalas vor der Haustür und Massen von Feuerwerkskörpern füllen die Marktstände, Süßigkeiten für die Kinder und alles was das Herz begehrt oder nie haben wollte. Und Menschen ohne Zahl.
Mehr ...- 22.10.2011 - Zurück in Ahmedabad, ByeBye India!
- 21.10.2011 - Palitana oder nicht, das ist hier die Frage
- 20.10.2011 - Welcome to India – Level 2
- 20.10.2011 - Alang – wo Schiffe und Menschen ihr Ende finden
- 19.10.2011 - Sonnenaufgang über dem Meer
- 18.10.2011 - Diu Fort – Portugiesen und Katholiken in Diu
- 17.10.2011 - Dius Farben
- 17.10.2011 - Ein Beach Resort
- 17.10.2011 - Somnath, Priester, Kastenwesen
- 16.10.2011 - Kleine Lasterkunde
- 16.10.2011 - Heya Safari!
- 16.10.2011 - Die Vorstellung ist eröffnet oder ein indischer Schulausflug
Gabi Huckelmanngeboren 1966
Beruf: Softwareanalyse, -design und -entwicklung.
Hobbies: Reisen, Fotografieren, Radfahren, Lesen (bevorzugt englisch)
und die Betreuung eines Eine-Welt-Ladens.
Lesen!
Eigentlich hatte ich ja gedacht, ich wäre schon zweieinhalb Wochen in Indien gewesen. Dieser Tag hat mich vom Gegenteil überzeugt. Sämtliche Bilder, die ich vor meiner Reise im Kopf hatte, spielten sich nun vor meinen Augen ab. Indien, das ist Menschheit pur.
Nicht weit von Bhavnagar gibt es den zweithöchsten Tidenhub der Erde. Alle zwei Wochen steigt die Flut so weit, dass Schiffe mit eigener Kraft an Land setzen können. In den zwei Wochen zwischen der Flut bleibt einer Ameisenarmee von Arbeitern dann Zeit, dieses Schiff abzuwracken.
Hier in Nagoa Beach, 7 km von Diu Town, wo wir untergebracht sind, steigt die Sonne morgens aus dem Meer. Oder aus dem morgendlichen Dunst, wie an diesem Tag. Langsam wird es heller. Die Wellen brechen sich irgendwo 20 bis 50 Meter vom Ufer entfernt und laufen dann mit weiten Schaumrändern am Ufer aus. Nur manche erreichen die flachen Felsgrate, die den Strand vom Meer abgrenzen. Das Farbenspiel in orange und rot beginnt, als die Sonne sich aus dem Dunst über dem Meer befreit hat. Irgendwann reicht ein roter Streifen vom Ufer bis an den Horizont.
Mitte des 16. Jahrhundert erlaubte der Sultan von Gujarat im Rahmen eines Verteidigungsbündnisses gegen den Mogulkaiser den Portugiesen die Errichtung eines Forts und einer Garnison in Diu. In der Folge wurde mehrfach versucht, das Fort und Diu zurückzuerobern. Erst 1961 wurden Diu wieder Teil von Indien.
Rundherum stehen Kanonen, immer wieder sieht man “Kanonenbällchen” (Zitat Ravi
. Unter den Mauern und unter dem inneren Gelände führen Geheimgänge teilweise auch aus dem Fort heraus. Irgendwo hier soll es einen Goldschatz geben, aber noch hat ihn keiner gefunden. Wir auch nicht
.
Wie ein Fremder
Ich stelle mir bisweilen vor, wenn ich durch die Straßen gehe, ich sei ein Fremder, und erst dann entdecke ich, wieviel zu sehen ist, wo ich sonst achtlos vorübergehe. Rabindranath Tagore (1861-1941) gefunden im Profil von Janzour in der GEO-RC
Palitana oder nicht, das ist hier die Frage
Schon mal auf den Kölner Dom geklettert? Oder auf den Petersdom im Vatikan? Bravo, das waren jeweils mehr als 500 Stufen. Damit gibt sich allerdings ein Jain nicht zufrieden. Palitana zum Beispiel, in der Nähe von Bhavnagar hat je nach Zählung zwischen 3000 und 3700 Stufen. Ich komme in ernsthafte Entscheidungsnöte. Denn – ehrlich gesagt [...]








